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Servicestelle Diversity

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Antidiskriminierung an der Universität Bayreuth

Selbstverständnis der Universität Bayreuth

"Die Universität Bayreuth versteht sich als ein gerechter und sicherer, diskriminierungs- und gewaltfreier Studien-, Lehr- und Arbeitsort. Als Grundlage hierfür pflegen die Hochschulangehörigen eine Kultur des wertschätzenden Miteinanders sowie einen redlichen und respektvollen Umgang miteinander und mit Dritten. Diskriminierung und Belästigung durch Universitätsangehörige werden von der Universität Bayreuth nicht geduldet.

Die Universität Bayreuth fördert eine Kultur des Hinsehens. Hochschulangehörige sind aufgefordert, bei Fällen von Diskriminierung oder Belästigung, die zu ihrer Kenntnis gelangen, den Betroffenen Hilfe anzubieten und sie bei der Konfliktlösung zu unterstützen.

Die Universität Bayreuth fördert einen Umgang, der es den von diskriminierendem oder belästigendem Verhalten betroffenen Personen ermöglicht, diese Vorgänge unter Berücksichtigung aller berechtigten Interessen zu adressieren." (Aus der Präambel der Antidiskriminierungsrichtlinie der Universität Bayreuth)

Antidiskriminierungsrichtlinie

Die Universität Bayreuth hat 2020 eine Antidiskriminierungsrichtlinie erlassen. Ihr vollständiger Titel lautet: "Richtlinie zum Schutz vor Diskriminierung und Belästigung unter Berücksichtigung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz an der Universität Bayreuth."

Ihr Zweck ist es,

  • alle Hochschulmitglieder für Belästigung und Diskriminierung zu sensibilisieren,
  • Maßnahmen zur Prävention (Vorbeugung, Verhinderung) und Gleichstellung zu ergreifen, und
  • Verfahrenswege zur Intervention (Beratung, Beschwerdeverfahren) festzulegen.

Sie definiert  

  • Diskriminierung als direkte und indirekte Formen von (unrechtmäßiger) Benachteiligung, 
  • Belästigung als unerwünschte Verhaltensweisen, die bezwecken oder bewirken, die Würde von Personen zu verletzen, insbesondere "wenn ein von Einschüchterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen oder Beleidigungen gekennzeichnetes Umfeld geschaffen wird".

Sie untersagt

Diskriminierung und Belästigung wegen

  • rassistischer Gründe oder ethnisierender Zuschreibungen,
  • des Geschlechts und der Geschlechtsidentität,
  • der sexuellen Identität,
  • der Religion oder Weltanschauung,
  • Beeinträchtigungen, die als Behinderung klassifiziert werden,
  • des Alters.

Sie führt neu ein

  • positive Maßnahmen zur Sensibilisierung und Prävention sowie zur Förderung effektiver Gleichstellung,
  • ein Beratungsverfahren für die von einer Diskriminierung oder Belästigung Betroffenen, sowie,
  • ein Beschwerdeverfahren, das von einer hierfür geschaffenen, neutralen Beschwerdestelle durchgeführt wird.

Zum Download: Antidiskriminierungsrichtlinie der Universität Bayreuth. 

Information, Beratung, Unterstützung

Die Servicestelle Diversity informiert über

  • alle Beratungs- und Unterstützungsangebote für Studierende und Beschäftigte bei Diskriminierung und Belästigung,
  • die Möglichkeit einer formellen Beschwerde und den Ablauf eines Beschwerdeverfahrens,
  • Möglichkeiten der Konfliktbewältigung.

Kontakt: Servicestelle Diversity 

Zahlreiche Beratungsstellen der Universität Bayreuth bieten

allen Studierenden und Beschäftigten

  • individuelle und vertrauliche Beratung zu Handlungs- und Schutzmöglichkeiten,
  • Unterstützung und Begleitung in Beschwerdeverfahren, Schlichtungs- und Vermittlungsgesprächen.
Beratungsstellen für BeschäftigteEinklappen

Beratungsstellen für Beschäftigte

im Sinne der Antidiskriminierungsrichtlinie sind:

Vertrauensstellen

Die Beratungsstellen, die zugleich Vertrauensstellen sind, können betroffene Personen auf deren Wunsch hin bei Schlichtungs- und Vermittlungsgesprächen unterstützen sowie im Beschwerdeverfahren begleiten.

Beratungsstellen für StudierendeEinklappen

Beratungsstellen für Studierende

im Sinne der Antidiskriminierungsrichtlinie sind:

Vertrauensstellen

Die Beratungsstellen, die zugleich Vertrauensstellen sind, können betroffene Personen auf deren Wunsch hin bei Schlichtungs- und Vermittlungsgesprächen unterstützen sowie im Beschwerdeverfahren begleiten.

Beschwerdestelle und Beschwerdeverfahren

Beschäftigte und Studierende können in Fällen von Diskriminierung und Belästigung eine Beschwerde bei der Beschwerdestelle erheben.

Das Beschwerdeverfahren umfasst

  • die Ermittlung und juristische Prüfung des Sachverhalts,
  • eine schriftliche Ergebnismitteilung, sowie
  • Maßnahmen zur Beseitigung der bestehenden Diskriminierung und zur Verhinderung künftiger Diskriminierung.

Im Detail wird das Beschwerdeverfahren in der Antidiskriminierungsrichtlinie der Universität Bayreuth, §§ 8-12, geregelt.

Beschwerdestelle

Für die Funktion der Beschwerdestelle wurden beauftragt:

Dr. Stefan Kurth
Gebäude NW III, Raum 02.28 
Telefon: 0921 55-7870 
E-Mail: stefan.kurth@uni-bayreuth.de 

Dr. Anja Chales de Beaulieu
Gebäude Zapf 1, Raum 1.2.14
Telefon: 0921 55-4722 
E-Mail: anja.chales-de-beaulieu@uni-bayreuth.de 

Präsidialkommission für Chancengleichheit & Diversity

Auf der Ebene der strategischen Governance wird die Hochschulleitung beratend unterstützt von der Präsidialkommission für Chancengleichheit & Diversity unter dem Vorsitz des*der Vizepräsident*in für Internationalisierung, Chancengleichheit und Diversity.

Die Aufgaben der Präsidialkommission umfassen 

laut der Grundordnung der Universität

  • die Verbesserung der Chancengleichheit,
  • die Vereinbarkeit von Familie, Studium und Beruf,
  • das Diversitätsmanagement und
  • die Verhinderung von Diskriminierung.

Zuständigkeiten im Bereich Antidiskriminierung

Die Zuständigkeiten zur Verhinderung von Diskriminierung werden in der Antidiskriminierungsrichtlinie der Universität Bayreuth näher ausgeführt (§ 5 Abs. 2). Sie umfassen insbesondere

  • die (Weiter-) Entwicklung von Maßnahmen zur Förderung von Gleichbehandlung und Antidiskriminierung
  • die jährliche Evaluation der Sensibilisierungs- und Präventionsmaßnahmen
  • die Auswertung der anonymisierten Beratungs- und Beschwerdefälle
  • den jährlichen Bericht an die Hochschulleitung, den Senat und den Personalrat zur Wirksamkeit der Präventionsstrategie und –maßnahmen.

Arbeitskreis Antidiskriminierung

Der AK Antidiskriminierung wurde im Januar 2019 vom Vizepräsidenten für Internationalisierung, Chancengleichheit und Diversity, Prof. Dr. Thomas Scheibel, gegründet. Durch die Antidiskriminierungsrichtline der Universität Bayreuth wurde der Arbeitskreis als dauerhafte Einrichtung der Universität verankert. 

Seine Aufgaben umfassen

  • Austausch über den Status quo von Gleichbehandlung und Diskriminierung an der Universität Bayreuth,
  • Entwicklung von Maßnahmenvorschlägen zur Beseitigung und Verhinderung von Diskriminierung
  • Regelmäßiger Bericht an die Präsidialkommission für Chancengleichheit & Diversity.
Mitglieder des AK AntidiskriminierungEinklappen

Mitglieder des Arbeitskreises

  • Beauftragter für Studierende mit Behinderung
  • Büroleitung becks
  • Beauftragte Familiengerechte Hochschule
  • Referent Familiengerechte Hochschule
  • Gleichstellungsbeauftragte für das nichtwissenschaftliche Personal
  • Universitätsfrauenbeauftragte
  • Ombudsman für den wissenschaftlichen Nachwuchs
  • Leitung Stabsabt. Chancengleichheit
  • Studierendenparlament
  • Psychologische Beratung SWO
  • Sozialberatung SWO
  • Personalratsvorsitzende
  • Konvent
  • Schwerbehindertenvertretung
  • Konfliktberatung für Beschäftigte
  • Beauftragte Betriebliches Wiedereingliederungsmanagement
  • QeQuInDi-Sprecherrat
  • Leitung Servicestelle Diversity
  • themenrelevante Selbstvertretungen von Studierenden: derzeit AK Queer, HeForShe

Verantwortlich für die Redaktion: Dr. Stefan Kurth

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